Wie Staaten weltweit Opposition und freie Meinung unterdrücken
Alexandra Mirau
Millionen von Menschen können ihre eigene Meinung nicht öffentlich in ihrem
Land vertreten, da sie sonst ohne rechtsstaatliche Grundlage inhaftiert werden
können.Das führt dazu, dass das Vertrauen in staatliche Institutionen verloren
geht und Menschen aus Angst darauf verzichten, ihre Meinungsfreiheit
auszuüben.Dadurch wird der Aufbau einer pluralistischen Gesellschaft
verhindert. Warum wollen die Länder keine pluralistische Gesellschaft und was
bringt es ihnen?
Bis Heute ist politische Haft ein weit verbreitetes Instrument der Repression
gegen anders denkende und Minderheiten geblieben. Zunächst ist zu
erwähnen, dass die willkürliche Inhaftierung politischer Oppositioneller zu den
schwerwiegendsten Menschenrechtsverletzungen weltweit gehört. Die Länder
unterdrücken die Meinungen der Zivilgesellschaft und auch die staatliche
Kontrolle über politische Debatten, um Ihnen Machtanspruch abzusichern und
politische Debatten zu unterdrücken. Oft wird gemeint das
menschenrechtswidrige Inhaftierung nur in autoritären Staaten zu treffen,
dennoch kann es auch in demokratischen Staaten vorkommen. Die Auslöser
dafür sind schwache rechtsstaatliche Strukturen, unklar formulierte
Antiterrorgesetze und Gerichte, die politischem Druck ausgesetzt
sind.Organisationen wie National Human Rights Institution können den
Zivilisten nicht wirklich unterstützen, da sie häufig zu abhängig oder finanziell
geschwächt sind.
In den letzten Jahren kam es häufiger zu Festnahmen politische Gegnern,
darunter auch Russland das Land wo Alexej Nawalny im Jahre 2021 nach
seiner Rückkehr aus Deutschland inhaftiert wurde mit den Vorwurf der,,
Extremismusfinanzierung‘‘ und ,,Rechtfertigung von Terrorismus‘‘ , zudem ist er
auch 2024 im Februar in der Haft verstorben. Seit seinem Tod wurde die Lage
in Russland verschärft, die Opposition sind weitergehend zerschlagen,
demoralisiert und Führerlos. Februar 2025 hat sich der Druck in Russland auf
die Opposition verschärft. Mehr als 2000 politische Gefangene und viele von
Ihnen in lebensbedrohlichen Haftverhältnissen. Viele mit streifende haben
Angst vor den Konsequenzen und werden dadurch immer leiser.
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In Venezuela gibt es schätzungsweise über 1000 politischer Haft. Eine zentrale
Figur ist hier Maria Corina Machado, sie wurde 2025 für den
Friedensnobelpreis nominiert, weil sie sich für Demokratie und einen friedlichen
Machtwechsel einsetzt und das, obwohl sie als größte Gegenspielerin von
Präsident Nicolás Maduro unter ständigen Druck steht.
Nicht nur in autoritären Regimen, sondern auch in etablierten Demokratien wird
der Umgang mit Protestbewegung zunehmend debattiert. Der Umgang mit
Protestbewegung wird zunehmend kritisch in den USA hinterfragt. Im Jahr 2024
kam es im Zuge landesweite Studentenprotesten an US-Universitäten bei
denen es um palästinensischen Protesten die zu über 3000 Festnahmen führte.
Des Weiteren sind die Rechte und Sicherheiten von Minderheiten und
vulnerablen Gruppen durch die Politik von Trump großflächig untergraben.
Innerhalb den ersten 100 Tagen nach seiner Wahl schränkte Trump die
bürgerlichen Grundrechte weitreichend einschränkt. Exemplarisch hierfür steht
die Streichung von Gleichstellung-und Antidiskriminierung Maßnahmen gegen
Rassismus, Sexismus. Kritiker und Menschenrechtsorganisationen bezeichnen
die Inhaftierung von über 69.000 Menschen im ICE Einrichtung als
völkerrechtlich bedenklich.
Die Verhaftung des Istanbuler Bürgermeister Erkem imamoglu hat die Türkei in
eine politische Krise gestürzt. Die Vorwürfe der Verhaftung seien
Amtsmissbrauch sowie Terrorunterstützung belege für diese Vorwürfe lassen
sich öffentlich nicht einsehen. Er gilt als aussichtsreicher Kontrahent. Bei der
Festnahme ging es einzig und allein darum den Kandidaten ,,abzuschießen‘‘.
Seit der Verhaftung geht die türkische Zivilgesellschaft auf die Straße trotz
eines ausgeweiteten Versammlungsverbot, dabei geht die Polizei, teils hart
gegen den meist friedlichen Demonstranten vor. Deniz Yücel sieht die Proteste
als ,, einer großen Repräsentationwelle eines Regimes, das nicht zu verlieren,
aber leider auch nichts zu befürchten hat‘‘.