Skandal um Senegal
Sophie Schniepkoweit
Diese Woche erst noch erhöhte Senegal die Strafen für Homosexualität ungemein. Bereits vorher
hatte das Land 1-5 Jahre für gleichgeschlechtliche Beziehungen vorgesehen. Nun wurde dieses
Strafmaß auf 5-10 Jahre hochgesetzt. Außerdem wurde die Kriminalisierung auf die ,,Förderung‘‘
entsprechender Handlungen ausgeweitet. In der Umsetzung bedeuten tut dies unter anderem die
Kriminalisierung von Hilfsstellen für Homosexuelle.
Die Presse konfrontierte die Delegation Senegals mit dem vor wenigen Tagen beschlossenem Gesetz
ihres Landes. Hierzu bezog Senegal wie folgt Stellung:,, Dies wurde bereits ein paar mal zuvor
versucht im Parlament. Im Jahr 2022 und 2024 zum Beispiel. Die Delegation Senegals hält
Homosexualität und die daraus entstehenden Krankheiten wie HIV oder Aids für Gift. Gift für unsere
Kultur und unser Volk. LBTQ+ Werte, werden durch die Medien und Botschaften in unser Volk
eingebettet. Solche Leute finanzieren LGBT unterstützende Assoziationen. Und wir wollen das nicht in
unserem Land. […] Wir wollen das nicht in unserem Land. Wir wollen das gar nicht. Und auch nicht für
unsere zukünftige Generationen.‘‘
Außerdem vergleicht Senegal sich in diesem Zuge unter anderem mit Somalia, Sudan und Sierra
Leon. Die hätten noch härtere Strafen bis hin zur Todesstrafe. Doch nur weil andere ,,boshafter‘‘ sind
befreit das den Sengal nicht von der moralisch verwerflichen Härte, die sie noch diese Woche
beschlossen. Die UN verschreibt sich den Menschenrechten. Wird Sengals Verhalten gegen diese
hier für Aufsehen sorgen?