Schreiben, verwerfen, zuhören - vom Pressi zum Experten

Journalistinnen und Journalisten müssen oft in sehr kurzer Zeit über schwierige Ereignisse berichten. Wie herausfordernd das sein kann, haben die Teilnehmenden der Konferenzpresse gestern in einem Workshop mit der Journalistin Anina Pommerenke selbst erlebt. Anhand einer Übung konnten sie ausprobieren, wie es ist, als Reporter/-in „live“ über eine Katastrophe zu berichten und dabei sachlich und professionell zu bleiben. Arbeitsgrundlage dafür war die Pressekonferenz über den Absturz des Germanwings-Flug 9525 im März 2015.
Auf Basis dieser, noch ungenauen, Pressekonferenz mussten sie sich in sehr kurzer Zeit auf eine Berichterstattung vorbereiten. Dafür hatten sie nur fünf Minuten Zeit, um die wichtigsten Informationen herauszufiltern, sich Notizen zu machen und zu überlegen, wie sie die Lage verständlich und sachlich darstellen können. Anschließend sollten sie eine kurze Live-Reportage formulieren, als würden sie direkt aus der aktuellen Situation berichten.

Interview mit Pressi Sophie Schnipkoweit
Wir haben gesehen, wie Reporter oft unter Zeitdruck arbeiten. Hat dich das überrascht?
Sophie: Ich hatte mir so etwas schon vorgestellt und hatte schon gedacht das man nicht viel Zeit dafür hätte, aber da ich nochnie davor eine ähnliche Erfahrung hatte hatte ich nie verstanden das der Zeotdruck wirklich so bedeutend ist.
Wie war es, sich auf eine Live-Situation einzulassen?
Sophie: Also es war schon schwierig sich darauf einzulassen weil es so schnell ging, ich hatte nicht wirklich so viel Zeit die Aufgabe zu verarbeiten außerdem war es auch schwierig wichtige von unwichtigen Informationen zu trennen aber es war richtig interessant mitzumachen und eine tolle Übung!
Was war für dich die größte Herausforderung während der Simulation?
Sophie: Ich war noch nicht so bekannt mit dem Thema, deswegen war das anspruchsvollste für mich fließend zu sprechen und nicht zu stottern und ich muss sagen es ist mir einigermaßen gelungen.
Wie hast du den Workshop mit Anina Pommerenke insgesamt erlebt?
Sophie: Anina war wirklich nett und sie hat uns am Ende richtig gute Tipps für Journalismus gegeben.

Der Workshop machte deutlich, wie herausfordernd die Arbeit der Reporter/-innen in Krisensituationen sein kann. Für die Teilnehmenden der Konferenzpresse war es eine lehrreiche Erfahrung, selbst einmal in die Rolle von Reporter/-innen zu schlüpfen und unter Zeitdruck sachlich zu berichten.
Zusätzlich war der Austausch, den die Pressis mit Anima Pommerenke hatten, sehr hilfreich, sie stand für alle Presse Fragen zu Verfügung und erzählte spannende Anekdoten über ihren Job und gab Feedbacks zu allen Arbeiten.

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