Mehr Aufregung als Verantwortung

Von Sophie Schnipkoweit und Sofia Burgio

Nach der heutigen Kaffeepause beginnt die Generalversammlung die nächste
Runde.
Obwohl dort das eigentliche Thema Whistleblower ist, traten die
nichtstaatlichen Akteure mit einer Protestaktion für mehr Klimaschutz auf. Mit
dem Slogan „Euer Müll = unser Müll“ sorgten sie im Gremium für viel Unruhe. Auch nach Ende der Protestaktion lässt die Angelegenheit den Delegierten
keine Ruhe. Noch eine Stunde nach dem Ereignis wird heiß über die
Protestaktion diskutiert und sich beschwert. In diesem Zuge werden ebenfalls
Stimmen über die Unparteilichkeit der Vorsitzenden laut.
Immer wieder halten sich die Delegierten an Kleinigkeiten auf. So liege noch
Müll der Protestaktion der NGOs im Raum. Außerdem störe die generelle
Anwesenheit der NGOs danach, welche ebenfalls als „terroristische
Vereinigung“ betitelt werden.
Hat die „terroristische Vereinigung“ ihr Ziel erreicht? Gesprochen wurde über
sie – und zwar viel. Doch zur Tat geschritten wurde nicht.
Ist den Delegierten der Ernst der Lage nicht bewusst? Wissen sie, wie viele
Millionen, teils Milliarden von Menschen sie vertreten? Die Welt erwartet
Ergebnisse und keine Beschwerden über Akteure, die ihre Interessen
vertreten. Müll der NGOs lässt sich auch später aus dem Plenarsaal entfernen
euer Müll auf der Welt jedoch nicht.

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