Ein Lebewesen, kompetenter als ein ganzes Gremium

In der UV begann heute eine neue, längst überfällige Debatte. Sollten Seegurken Teil der UN werden?

Es gibt wenig über das sich alle Weltstaaten derart einig sind, als darüber, dass „es wenig ehrenwertere Menschen, äh Lebewesen als Seegurken“  gibt, wie Russland so wundervoll formulierte. Er bezeichnete das Verhalten der Seegurken ebenfalls als „sehr kommunistisch“, da sie sich widerstandslos einnehmen ließen. Der Gastredner, eine Seegurke, verneinte die kommunistische Haltung der Seegurke jedoch, weshalb Russland sich doch gegen eine Unterstützung der diplomatischen Karriere von Seegurken entschied. Sierra Leone warf ein, dass Seegurken „keine Rassisten“ sind und die Bahamas deuteten darauf hin, dass sie wortwörtlich durchsichtig seien. Auch die Ukraine lobte das friedliche Verhalten der Seegurken, die keine Grenzverschiebungen durchführten. Diese friedliche Debatte hatte allerdings auch eine Kehrseite. Die Delegierten versuchten, vor allem zu Beginn, sich eher im Ausdruck ihrer Zuneigung und Liebe zur Seegurke übertrumpfen zu wollen, was zwar durchaus ehrenhaft ist, allerdings die produktive Arbeit an dieser ohnehin schon verspäteten Resolution weiter verzögerte. Die Resolution schreibt sich schließlich nicht von selbst und bisher auch noch nicht von Seegurken. Es wurde zwar auch auf Vorraussetzungen hingewiesen, die in einer Resolution nicht fehlen sollten, wie beispielsweise eine „Sitzungspausen von 22 h damit die neuen Delegierten Zeit haben sich einen Zentimeter zu bewegen“, wie die Bahamas einwarfen, allerdings lag der ganze Fokus des Gremiums mehr darauf große Worte zu schwingen, als der Seegurke möglichst schnell das diplomatische Paket zu eröffnen. Dafür wird die Seegurke allerdings in der Resolution über den Tiefseebergbau namentlich erwähnt, was immerhin ein Schritt in die richtige Richtung ist. 

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